Kalt-RTM

Im Gegensatz zum Heiß-RTM-Verfahren werden im Kalt-RTM-Verfahren die Werkzeuge nicht erhitzt.

Durch die geringere Fließgeschwindigkeit des Harzes ist die Taktzeit geringer als im Heiß-RTM. Das Kalt-RTM ist je nach Bauteilgröße für Tagesproduktionskapazitäten von 3 bis 7 Teilen geeignet.

Es kommen keine metallischen Werkzeuge zum Einsatz, sondern Formen aus Composite- oder Kunstharzmaterialien. Diese sind leichter und kostengünstiger herstellbar.

Bei der Produktion können alle fließfähigen Harze zum Einsatz gebracht werden. Diese werden unter Druck in ein druckfestes und hartes Werkzeug injiziert.

Für eine mikroporenfreie Oberfläche müssen Gelcoats vorgelegt werden. Durch diese ist eine Farbgebung möglich.

Sanding-Gelcoat-Vorlagen stellen daneben die optimale Grundlage für künftige Lackiervorgänge dar.

Vorteile von Kalt-RTM

Tagesproduktionsmengen von 3 bis 7 Teilen möglich

  • Viele Harze einsetzbar
  • Für alle möglichen Sandwich- und Faserarten geeignet
  • Exakte, reproduzierbare Wandstärken möglich
  • Laminatqualität wesentlich luftblasenfreier als beim Handlaminat
  • Oberflächen durch Gelcoat-Vorlage einfärbbar

Durch Verzicht auf Metallwerkzeuge geringere Formkosten als beim Heiß-RTM-Verfahren